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Treppen renovieren: Stufe für Stufe eine bessere Optik

von Andreas Brillisauer

Sobald die ersten Risse zu sehen sind, ist es höchste Zeit für eine Treppenrenovierung – sie sind ein sicheres Anzeichen dafür, dass Statik und Sicherheit gefährdetsind. Durch frühzeitiges Handeln sparen Sie nicht nur Mühe, sondern auch bares Geld: Ist die Substanz bereits zu stark geschädigt, führt nichts mehr am Neubau der Treppe vorbei.

Kleinere Schönheitsreparaturen (z.B. der Austausch der Trittstufen) lassen sich mit handwerklichem Geschick und entsprechender Ausrüstung relativ einfach durchführen. In unserem Artikel haben wir für Sie alles Wissenswerte rund um die Renovierung von Stein-, Beton- und Holztreppe zusammengefasst und beschreiben Ihnen, wie wir dabei vorgehen – dabei handelt es sich lediglich um Hilfestellungen, denn eine umfassende Treppenrenovierung ist aus Sicherheitsgründen eine Sache für den Fachmann!

Holztreppe vor der Renovierung

Vorgehensweise bei einer Holztreppe

Sofern lediglich die Tritt- und Setzstufen erneuert werden, ist die Sanierung einer Holztreppe vergleichsweise einfach durchzuführen – entscheidend ist dabei eine gute Vorbereitung.

Vorbereitung

Fertigen Sie zu Beginn Pappschablonen an, die Sie entsprechend nummerieren oder kennzeichnen – so wissen Sie genau, wo an der Holztreppe welche Stufe später eingesetzt wird. Schneiden Sie die neuen Stufen entsprechend der Schablonen aus; die Treppenkanten der Trittstufen werden zusätzlich abgerundet.

Neue Stufen anbringen

Um knarrende Treppenstufen zu vermeiden, werden alte und neue Stufenelemente

  • mit Silikon und Weißleim montiert
  • miteinander verschraubt
  • die Fugen mit Acryl versiegelt.

Unser Tipp: Schleierkratzer und Laufspuren auf der Treppe lassen sich am einfachsten mit einem Laminat-Refresher ausbessern. Er verschließt kleine Schäden in der Oberfläche – positiver Nebeneffekt: Bei dunkleren Farbtönen wirkt er zusätzlich farbintensivierend.

Sind die ursprünglichen Holzteile jedoch von Schädlingen befallen, ist Vorsicht geboten: Der komplette Austausch der Treppe ist in diesem Fall kaum zu vermeiden.

Holztreppe nach der Renovierung

Renovieren einer Betontreppe

Sobald sich der Beton „setzt“, wird die Oberfläche rissig. Kleine Fehlstellen werden einfach mit Fertigbeton und Spachtel aufgefüllt; größere Risse verlangen jedoch umfangreichere Reparaturmaßnahmen.

Vorbereitung des Untergrunds

Zunächst werden die Risse mit Hammer und Meißel bearbeitet, bis eine Rinne in V-Form mit glatten Kanten entsteht, Staub und Betonreste werden anschließend sorgfältig mit einer Bürste bzw. einem Staubsauger entfernt. Indem Sie die entstandene Rinne befeuchten, sorgen Sie für eine bessere Verbindung mit dem Untergrund.

Grundieren und Auffüllen

Im nächsten Schritt tragen Sie einen Primer (eine Art Klebstoff) als Grundierung auf, erst im Anschluss daran wird der Riss mit frischem Beton gefüllt. Etwa eine Stunde später hat der Beton die nötige Konsistenz für die Nachbearbeitung erreicht:

  • Überschüsse mit einem geraden Brett abziehen und glätten
  • aushärten lassen
  • Versiegelung bzw. Imprägnierung aufbringen.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie mit Epoxidharz- oder Dispersionsversiegelungen; letztere schützen nach dem Sanieren nicht nur vor Schmutz, sondern sind auch in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich. Alternativ zur Renovierung lässt sich übrigens auch auf Betontreppen problemlos ein neuer Stufenbelag aufbringen, durch den die Treppe wie neu wirkt.

Treppensanierung von Steintreppen

Halten sich die Schäden in Grenzen, empfiehlt sich eine Auffrischung der Oberfläche in mehreren Arbeitsgängen:

  • Schleifen
  • Reinigen
  • Polieren
  • Kristallisieren
  • Imprägnieren (je nach Steinart mit besonderen Diamantschleif- und Politurverfahren)
  • Ausbessern.

Besonders den letzten Schritt sollte ein Fachmann durchführen, da sich Fehler nur schwer ausmerzen lassen.

Unter bestimmten Voraussetzungen kommt auch eine Treppensanierung mit Kunststoff in Betracht: Dabei werden die Fehlstellen mit einem farblich passenden Kunststoff ausgebessert – dies ist allerdings unbedingt eine Aufgabe für den Profi!

Abschließend wird die Steinoberfläche mit einem Anstrich, idealerweise aus hochwertigen Komponenten-Lacken, und optional mit einem Belag versehen. Je nach Art der Nutzung bieten sich hierfür Filzbeläge mit Stahlfaser, (Kugelgarn-)Teppichböden, Kautschuk oder strapazierfähige Kunststoff-Mischungen an. Ein Belag für die Treppenstufen schont übrigens auch Ihre Holztreppe und verlängert die Lebensdauer nach dem Erneuern der Oberflächen!

Verblendung oder Stufenaustausch

Gehen die Schäden tiefer, kommt neben dem Austausch der Stufen auch eine Verkleidung bzw. Verblendung aus Holz, Furnieren oder vorgefertigten Platten (z.B. MDF mit unterschiedlichen Dekoren) in Frage; die passgenauen Zuschnitte werden dabei mit einem Zwei-Komponenten-Schaum verklebt.

Möchten Sie einen neuen Naturstein-Belag aufbringen, müssen zunächst die alten Stufen weggestemmt und anschließend neue Setz- und Trittstufen mit Flexkleber aufgebracht werden.

Funktionale Erweiterung durch eine Treppenbeleuchtung

Bei der Treppenrenovierung lässt sich übrigens das Nützliche durchaus mit dem Angenehmen verbinden: Sie ist zum Beispiel ein hervorragender Anlass, um alte Treppen um eine funktionale und gleichzeitig ästhetisch ansprechende Beleuchtung an den Stufenvorderkanten oder in den Wangen zu ergänzen; nach der Renovierung erstrahlt Ihre Treppe damit buchstäblich in neuem Licht.

In jedem Fall gilt jedoch: Je früher Sie die Treppenrenovierung in Angriff nehmen, desto besser – Sie riskieren dadurch keine tiefgreifenden Schäden. Wir empfehlen im Vorfeld einen Treppencheck durch den Fachmann; dieser prüft Statik und Sicherheit eingehend und erkennt auch verborgene Schwachstellen.

Als Treppenbauer mit langjähriger stehen wir Ihnen für alle Fragen zum Thema Treppenrenovierung zur Seite – sprechen Sie einfach einen unserer Fachberater an oder schreiben Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin!

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