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Gestemmte Treppen (Treppenformen – Teil 6)

von Patrick Hof

Mit dem Stadler Treppenblog werden Sie zum Treppenprofi: Im 6. und vorläufig letzten Teil unserer Artikelserie stellen wir Ihnen gestemmte Treppen vor.

In der Regel handelt es sich dabei um Massivholztreppen, mithilfe von Nutzungen sind die Trittstufen direkt in die Wange eingesetzt. Das Ergebnis sind zeitlos elegante Treppen, die sich perfekt in Ihre Wohnräume einfügen.

So entsteht eine gestemmte Treppe

Gestemmte Massivholz-Treppe

Im Grunde genommen handelt es sich bei gestemmten Treppen um eine Form der Wangentreppe: Die einzelnen Stufen sind (bei der halbgestemmten Treppe) in die Nuten der Wangen eingepasst; dabei liegen die Stufenvorderkanten etwa 3 bis 4 cm von der Wangenvorderkante entfernt. Sofern Setzstufen vorhanden sind (also bei einer vollgestemmten Treppe), treten sie einige Zentimeter hinter die Trittstufen zurück.

Wie alle Wangentreppen verfügt auch diese Treppenart über eine hohe Standsicherheit und Stabilität. Für die tragenden Bauteile bieten sich aufgrund der hohen Festigkeit Hart- oder Nadelhölzer sowie Eichenholz an; für Handläufe und Geländerstäbe verwendet man neben ausländischen Harthölzern vor allem

  • Rotbuche
  • Ahorn
  • Esche.

Wichtig: Aus Brandschutzgründen sind Holztreppen in den meisten Bundesländern nur in Gebäuden mit bis zu zwei Vollgeschossen zugelassen!

Vollgestemmte Treppe

Vollgestemmte Treppe

Je nachdem, ob Setzstufen vorhanden sind, unterscheidet man zwischen halb und voll gestemmten Massivholztreppen. Von einer vollgestemmten Treppe spricht man bei geschlossenen Treppenkonstruktionen aus

  • Wangen
  • horizontalen Trittstufen
  • vertikalen Setzstufen.

Im Querschnitt ergibt sich somit eine Zickzack-Form der Treppenteile, von vorne ist kein Hindurchschauen zwischen den einzelnen Stufen möglich. Aufgrund der Bauweise eignen sich ganzgestemmte Treppen vor allem für geradläufige Treppengrundrisse.

Halbgestemmte Treppe

Bei einer halbgestemmten sind lediglich Trittstufen in die Wand- als auch die Lichtwange eingestemmt. Die Wange dient bei dieser Konstruktion zugleich als tragendes Element für das Geländer. Anders als eingeschobene bzw. eingeschnittene Treppen eignen sich halbgestemmte Treppen auch für gewendelte Treppenläufe.

Alternative Bauweisen für Holztreppen

Der Holztreppenbau kennt darüber hinaus eine ganze Reihe weiterer Konstruktionsformen als Alternativen zur gestemmten Treppe:

Bei der Blocktreppe werden die Stufen auf Tragholme aufgedübelt. Durch diese Befestigung besteht die Gefahr, dass das Holz reißt – deshalb verwendet man für Blocktreppen in der Regel brettschichtverleimte Stufenausführungen. Diese sind besonders robust.

Die aufgesattelte Treppe besteht aus einem oder zwei Tragholmen, auf die die Trittstufen mithilfe von Zwischenstücken aufgesetzt („aufgesattelt“) werden. Die Oberkanten der Wangen werden hierzu abgestuft ausgeschnitten – oder man setzt die Stufen auf eine Konstruktion aus Flachstahl auf.

Bei eingeschobenen Treppen schiebt man die Trittstufe entlang einer Nut zwischen den Wangen ein, sie stehen an der Vorderseite vor. Die Treppenwangen sind durch mehrere Schraubenbolzen verbunden, wodurch die Konstruktion an Stabilität gewinnt.

Alles andere als altbacken: Passende Geländer für Holztreppen

Auch wenn die Bauweise von Wangentreppen zu den traditionsreichsten im Treppenbau zählt: Durch moderne Ausführungen wirkt eine gestemmte Wangentreppe alles andere als altbacken! Geländerfüllungen aus gedrehten Pfosten waren gestern – mit einem modernen Treppengeländer aus

  • Glas
  • Stahl
  • Edelstahl

und einem passenden Handlauf individualisieren Sie Ihre Treppe nach Belieben, passend zu Ihrem Einrichtungsstil. Dazu noch eine effektvolle Treppenbeleuchtung – und Ihre Wohnhaustreppe wird zur einzigartigen Designtreppe!

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